Mit sehr großem Befremden haben die Mitglieder der Bürgerinitiative LuNE die Äußerungen seitens des Ortsrates Holtorf zur geplanten Umgehungsstr. B215n während der letzten OR-Sitzung aufgenommen. Mit Blick auf die ursprünglich geplanten Trassenvarianten, von denen eine auch über Holtorfer Gebiet geführt hätte, wurde aus der Sitzung zitiert, man „sei ganz froh, dass der Kelch an Holtorf vorbeigegangen sei“. Dies verwundert umso mehr als der OR Holtorf noch vor zwei Jahren (Die Harke, 29.05.2020) die Erichshagener Solidarität eingefordert hat und „die Anwohner doch nicht nur ihre eigenen Interessen sehen“ sollten, nur weil eine Straße gebaut werden soll. Wenn das doch alles nicht so schlimm ist, warum dann der „Kelch“? 


Eine Forderung der BI LuNE bleibt auch weiterhin, dass es sowohl für die Verdener Landstraße als auch die Celler Straße Entlastungen geben muss – und dass der Bau einer neuen Straße in der heutigen Zeit nicht die einzige Lösung sein kann!

 Einigkeit gegen Umgehungsstraße B215n 
Großer Erfolg für Bürgerinitiative LUNE mit über 130 Radler*innen 

 

Fast ungläubig waren die Mitglieder des Organisationsteams von LUNE angesichts der Menge an interessierten Menschen, die am vergangenen Sonntag zum Startpunkt der Info-Radtour auf den ASC-Parkplatz radelten: Alteingesessene und zugezogene Erichshagener*innen, Interessierte aus anderen Nienburger Stadtteilen, Menschen aus Heemsen, Ältere, junge Familien, Jugendliche, Kinder – und sogar Hunde im Fahrradanhänger. Alle waren dem Aufruf von LUNE gefolgt, entlang des Verlaufs der geplanten Bundesstraße 215n zu radeln und sich konkret darüber zu informieren, wie dicht die Umgehungsstraße entlang von Siedlungen und Hofstellen, quer durch Wald und Moor, Wasserschutz- und Landschaftsschutzgebiete sowie Ackerflächen verlaufen würde – kurz: welche katastrophalen Folgen dieser Straßenbau für Natur und Menschen in der gesamten Region und darüber hinaus bedeuten würde. Sie alle nutzen das schöne Naherholungsgebiet zu Spaziergängen, Radfahren, Joggen oder um einfach die schöne Natur zu genießen oder wohnen hier in naturnahen Ortsteilen – andere leben in diesem Bereich von Landwirtschaft, Pferde- und Reitangeboten oder besuchen regelmäßig die Sportanlagen des SBV. Die Tour begann an der Anschlussstelle der B6 auf Höhe des Mußriedesees und verlief dann ca. 10 km lang lang bis zum Tierheim Drakenburg, wo der mögliche Anschluss an die B209 in Rohrsen in Sichtweite liegt. Verschiedene Etappen verliefen parallel zur geplanten Trasse, andere „kreuzten“ sie und verdeutlichten ihre ungeheuerliche Breite. Auch Mitglieder des Erichshagener Ortsrates sowie Politikerinnen und Politiker aus dem Nienburger Stadtrat nahmen an der InfoRadtour teil – ebenso wie Katja Keul, Mitglied des deutschen Bundestages. An verschiedenen Stellen gab es Informationspunkte, um die Interessierten auf den aktuellen Stand zu bringen: Mitglieder von LUNE informierten zur Bürger*inneninitiative und zum allgemeinen Sachstand der Planung – ein Jagdpächter erläuterte die zu erwartenden massiven Eingriffe in die Fauna rund um den Mußriedesee mit den besonders schützenswerten Tierarten und Vogelkolonien, die hier leben. Auf Höhe der Wölper Burg informierte Lothar Gerner für BUND und NABU über die Bedeutung der Eingriffe in das dortige Moor sowie die Einflüsse auf die ansässigen Vogelkolonien im vorhandenen Eichenwald – ebenso wie auf das Wasserschutzgebiet in der Hohen Horst. Die Informationen von LUNE zum angedachten Bau riesiger Brückenbauwerke zur Überquerung der B214 am Ortsausgang Erichshagen sowie am Anschluss an die B209 in Rohrsen durch das ausführende Ingenieurbüro rief bei vielen Mitfahrenden großes Erstaunen und Unverständnis hervor. PRESSEINFORMATION | 15 12.09.2022 Initiative von Bürgerinnen und Bürgern gegen Lärm und für Naturschutz in Erichshagen www.buerger-lune.de | Kontakt: Andreas Heinecke | Mail: a.v.heinecke@t-online.de Viele Teilnehmende, die bei herrlichem Spätsommerwetter mitradelten, fühlten sich gut informiert, waren gleichzeitig aber auch erschüttert über die geplanten massiven Eingriffe in Natur und Landschaft. Unterwegs wurde sich in kleineren Gruppen ausgetauscht und auf den aktuellen Stand gebracht. Einhelliges Feedback war, dass durch die Radtour auf unmittelbare Weise Dimension und Größe des geplanten Baues spürbar geworden seien – und was dies für Natur, Menschen und Region bedeute! 

Bekannt ist, dass die Umgehung B215n ist als 3-spurige Bundesstraße geplant ist, die nach Aussage der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr schon jetzt deutlich mehr als 40 Mio. Euro verschlingen wird. In 2014 waren es noch 28 Millionen Euro. 50 Hektar Natur werden unwiederbringlich vernichtet – und damit der Lebensraum vielfältiger und seltener Tierarten zerstört! Landwirtschaftliche Nutzflächen werden für die Straße versiegelt, heimisches Wild zu Verkehrsopfern werden und die Region durchschnitten von einer Straße, deren Planung aus der Mottenkiste von 1974 geholt wurde und die längst nicht mehr zeitgemäß ist. Angesichts der Notwendigkeit, dem Klimawandel mit seinen dramatischen Folgen entgegenzuwirken, bräuchte es eine grundsätzliche Verkehrswende und neue Mobilitätskonzepte – weg vom motorisierten Individualverkehr und weiterer Flächenversiegelung durch den Bau unnötiger Straßen. Stattdessen müssen zeitgemäße Konzepte den aktuellen Herausforderungen an Naturschutz und Klimaschutz Rechnung tragen – zum Erhalt von Wäldern, Mooren, Wasserschutz- und Landschaftsschutzgebieten sowie die Entwicklung von Lärmschutzkonzepten – nicht nur in Erichshagen, sondern überall! Wichtiges aktuelles Ziel in der Region bleibt aber auch die Entwicklung alternativer Maßnahmen für eine zeitnahe Entlastung der Ortsdurchfahrten Erichshagen-Wölpe, Holtorf und Drakenburg – unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur und ohne die unwiederbringliche Zerstörung von Landschafts- und Wasserschutzgebieten, Wald- und Agrarflächen – kostbarer Nienburger Naherholungsgebiete! Die Bürger*inneninitiative LUNE wird sich auch weiterhin dafür engagieren, neue Mitstreiter*innen zu gewinnen, die den Kampf gegen den Bau der Ortsumgehung B215n unterstützen, damit dieses aus der Zeit gefallene Bauprojekt aus dem Bundesverkehrswegeplan verschwindet. Interessierte Unterstützer*innen können den Link in den sozialen Medien teilen und in der Nachbarschaft, Schule, Bekanntenkreis und Netzwerken darauf aufmerksam machen!  
-Pressemitteilung vom 14. September 2022; Foto: Schmithüsen-

 

Keine neue Bundestrasse auf Kosten von Natur und Mensch! Nein zur B215n!

Petitionsausschuss übersendet Stellungnahme an die LuNE 

 

Die Bürgerinitiative der Bürgerinnen und Bürger gegen Lärm und für Naturschutz in Erichshagen hatte vor einigen Wochen eine Online Petition erfolgreich gestartet. 

Der Niedersächsische Landtag sollte mit einer möglichst großen Anzahl von Unterstützern dazu bewegt werden, den Stopp der Planungen für die Verlegung der B215 zwischen Nienburg und Rohrsen zu unterstützen und zeitgerechte und zukunftsorientierte Verkehrslösungen für Nienburg zu beeinflussen. 

Fast 1600 Menschen aus der betroffenen Region zeigten den politischen Vertretern, dass die bisherigen Vorstellungen von einer veralteten Verkehrspolitik im wahrsten Sinne des Wortes überholt sind. Eingaben aus der Bevölkerung schaffen eine lebendige und direkte Verbindung zwischen Volk und Parlament. Durch sie erfahren die Abgeordneten nicht nur die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger, sondern auch, welche ihrer gesetzlichen Regelungen sich im konkreten Fall möglicherweise nicht bewähren. Petitionsrecht ist ein äußerst wichtiges Kontrollinstrument. 

Die geplante Ortsumgehung „B215n“ - eine 3-spurige (!) Bundesstraße, die bereits jetzt schon über 36,3 Mio. Euro kosten soll - wird mehr als 40 ha Natur unwiederbringlich vernichten. Vielfältige und seltene Tierarten werden ihren Lebensraum verlieren! Landwirtschaftliche Nutzflächen werden für die Straße planiert. Zahlreiches Wild wird zu Verkehrsopfern werden. 

Der Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtages, der als rechtliches Mittel von allen Bürgern eingeschaltet werden kann, hat nunmehr in einer nichtöffentlichen Sitzung beraten. Die LuNE ist darüber in einer Stellungnahme unterrichtet worden. 

Die in der Petition vorgebrachten Problembereiche werden demnach in der Straßenplanung berücksichtigt. Es werden Abhilfemaßnahmen ermittelt und festgelegt. Im Planfeststellungsverfahren erfolgt eine formelle Überprüfung des gesamten Straßenbauvorhabens einschließlich der Umweltverträglichkeit.     

Wie aus Mitteilungen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hervorgeht, laufen die Planungen für die Umgehungsstraße trotz der CORONA-Krise weiter. Es ist deshalb wichtig, die Mitbürgerinnen und Mitbürger auf die tatsächlichen geplanten Eingriffe in unsere Natur aufmerksam zu machen. Viele können sich dieses riesige Ausmaß der Naturzerstörung noch gar nicht vorstellen, insbesondere werden gegenwärtig enorme (!) Brückenbauwerke eingeplant, um in Ortsnähe die dreispurige Anbindung an die B214 und B209 jeweils herzustellen.    

Die Bürgerinitiative hofft, dass sich viele Menschen gegen die geplante Trassenführung wenden und den Kampf gegen den Bau der Ortsumgehung B215n unterstützen! 

Um viele Unterstützer zu erreichen, teilen Sie den Link in den sozialen Medien und machen Sie Freunde und Verwandte aufmerksam.  
- Juli 2022-

Bürgermeister Jan Wendorf spricht mit BI LuNE 

Alternative Streckenführungen zur Probe testen

  Die Bürgerinitiative der Bürgerinnen und Bürger gegen Lärm und für Naturschutz in Erichshagen (LuNE) hat Bürgermeister Jan Wendorf bei einem persönlichen Treffen die Auswirkungen auf die Natur und die Menschen bei einer Verlegung der B 215 zwischen Nienburg und Rohrsen erläutert. 

Aus Sicht des Bürgermeisters wird sich der Individualverkehr in Zukunft zur Erreichung der Klimaziele weiter zu Gunsten des ÖPNV verändern müssen. „Wir haben Klimaziele, die wir erreichen müssen“, so Wendorf. Dies muss bei der Planung von Straßen und Verkehr zwingend berücksichtigt werden. Wie kann das geschehen, wenn durch zusätzliche Straßen weiter auf Privatverkehr anstatt ÖPNV gesetzt wird. 

Ein jahrzehntealtes Planungskonzept passt nicht mehr zu einem modernen zukunftsweisenden Mobilitätskonzept der Stadt Nienburg. 

"Grundsätzlich möchte ich überall unumkehrbare Flächenversiegelungen im Sinne von Klima- und Umweltschutz vermeiden oder reduzieren," so der Bürgermeister. 

Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der LuNE überlegt Wendorf, Alternativen zur unbestritten notwendigen Entlastung in der aktuellen Verkehrsführung in der Stadt zu prüfen, da dadurch auf bereits versiegelte Flächen zurückgegriffen werden könnte. Aus Sicht der LuNE sollte wenigstens testweise eine Umleitung oder auch teilweise Verlegung des Straßenverkehrs möglich sein.  

Dass die enorm gestiegenen Kosten des Straßenbauwerkes - seit Planungsbeginn auf zurzeit über 36 Millionen - und bei einem möglichen Bau sicherlich noch weitaus höher ein Umdenken der Verantwortlichen auslösen, sieht der Bürgermeister zwangsläufig nicht. Die Steuergelder werden ausgegeben, es sein denn, das Projekt wird im Bundesverkehrswegeplan nicht mehr als vorrangig aufgeführt. Gegenwärtig findet die Suche nach Infrastrukturkonsens und parallele Bedarfsplanüberprüfung in Berlin statt.  

Von allen Beteiligten in der Runde wurde die Frage gestellt, welchen Nutzen dieses Projekt tatsächlich noch hat. Welche Entlastung tritt überhaupt ein, wenn die Arbeitswelt (Stichwort Homeoffice) und die Nutzung der Straßen sich weiter in dem Tempo ändern. 

Wendorf verspricht der BI weiter Unterstützung durch z.B. Ermittlung von belastbaren Zahlen zur Anzahl von Fahrzeugen auf den Straßen.  

In dem Treffen bestand Einigkeit, dass die geplante Ortsumgehung „B215n“ - eine 3-spurige (!) Bundesstraße - mehr als 40 ha Natur unwiederbringlich vernichten wird. Vielfältige und seltene Tierarten werden ihren Lebensraum verlieren! Wendorf verweist auf die vertraglichen Regelungen des Niedersächsischen Weges. Die Neuversiegelung von Flächen in Niedersachsen soll danach bis zum Jahr 2023 auf unter drei Hektar pro Tag und in den Folgejahren weiter auf Netto-Null bis spätestens zum Jahr 2050 reduziert werden.“ 

Die LuNE sieht Erichshagen-Wölpe, sowie die Ortschaften Drakenburg und Rohrsen, zukünftig von der Bundesstraße eingekesselt und von der Natur abgeschnitten. Eine Entwicklung der Stadt Nienburg nach Osten wird eingeschränkt. Die Planungen für die Umgehungsstraße durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr laufen trotz der CORONA-Krise weiter. 
- Februar 2022-

Online-Petition erfolgreich!

Fast 1.600 Menschen aus der Region sprechen sich gegen die Verlegung der B215 zwischen Nienburg und Rohrsen aus
 
Die Bürgerinitiative der Bürgerinnen und Bürger gegen Lärm und für Naturschutz in Erichshagen hatte vor einiger Zeit eine Online Petition erfolgreich gestartet. 
Nun liegt das Ergebnis vor. Anhand der Teilnehmenden-Listen ist zu ersehen, dass sich fast 1.600 Menschen aus dem Postleitzahlenbereich 31582 gegen Planung und Bau einer weiteren Bundesstraße aussprechen. Keine Verlegung der B215 zwischen Nienburg und Rohrsen!
Dank der Unterstützung durch die Landtagsfraktion der Grünen konnten die Vertreter der Bürgerinitiative, Andreas Heinecke und Stefan Humke, die vielen Unterschriftenlisten direkt dem Vorsitzenden des Petitionsausschusses des Landtages übergeben. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen (u.a. Sprecher für Naturschutz) und gleichzeitig Berichterstatter für die Petition zeigtensich erstaunt über manche Details im bisherigen Verwaltungsverfahren. Heinecke und Humke konnten so zum Beispiel über Fragen zur Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und Umweltverträglichkeitsstudien berichten.
Als nächstes werden nun die zuständigen Ministerien zu Stellungnahmen aufgefordert, damit sich der Petitionsausschuss ein Bild über das Verfahren machen und weitere Schritte einleiten kann.   
Ziel der Petition ist mit einer möglichst großen Anzahl von Teilnehmenden, den Stopp der Planungen für die Verlegung der B215 zwischen Nienburg und Rohrsen zu unterstützen.
Viele Unterschriften zeigen den politischen Vertretern, dass die bisherigen Vorstellungen von einer veralteten Verkehrspolitik im wahrsten Sinne des Wortes überholt sind. 
Die geplante Ortsumgehung „B215n“ - eine 3-spurige (!) Bundesstraße, die bereits jetzt schon über 36,3 Mio. Euro kosten soll - wird mehr als 40 ha Natur unwiederbringlich vernichten. Vielfältige und seltene Tierarten werden ihren Lebensraum verlieren! Landwirtschaftliche Nutzflächen werden für die Straße planiert. Zahlreiches Wild wird zu Verkehrsopfern werden.
Erichshagen-Wölpe, sowie die Ortschaften Drakenburg und Rohrsen, werden zukünftig von der Bundesstraße eingekesselt und von der Natur abgeschnitten. DieEinwohner dürfen dann den Verkehrslärm ertragen - wo heute noch Vogelgezwitscher zu hören ist.
Wie aus Mitteilungen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hervorgeht, laufen die Planungen für die Umgehungsstraße trotz der CORONA-Krise weiter. 
Die Bürgerinitiative ist glücklich, dass sich so viele Menschen gegen die geplante Trassenführung wenden und den Kampf gegen den Bau der Ortsumgehung B215n - mit der Unterschrift unter die Petition unterstützen!
Eine neue Sichtweise und Anpassungen im Bundesverkehrswegeplan könnte es geben, wenn sich die politischen Mehrheiten in einigen Tagen in Berlin ändern würden.  

 -September 2021-

Kein weiterer Flächenfrass! – Bürgerinitiative LuNE und BUND tauschen sich über Verlegung B 215 n aus


Mitglieder der Initiative Bürgerinnen und Bürger gegen Lärm und für Naturschutz in Erichshagen und des Vorstandes des Umwelt- und Naturschutzverbandes BUND Nienburg haben sich zum Austausch über Umwelt- und Naturschutzbelange im Raum Erichshagen getroffen.
Im Pavillon des BUND-Schau- und Lehrgartens an der Ziegelkampstraße tauschten sich die Gruppen darüber aus, dass ein Festhalten an Jahrzehnte alten Planungen zur Verlegung der B 215 zwischen Nienburg und Rohrsen zumindest nicht mehr zeitgemäß sei.
Der immer noch geplante immense Flächenfrass wird auch vom BUND sehr kritisch gesehen. Ebenso wie die Frage, ob die jetzt festgesetzte Trassenführung östlich Erichshagen tatsächlich am besten geeignet ist. 
Auch der BUND ist davon überzeugt, dass alles getan werden sollte, einen solchen Neubau zu vermeiden. Zumal sehr fraglich bleibt, ob dieser Neubau einer Umgehung noch sinnvoll ist. Es steht mittlerweile fest, dass in 10, 20 Jahren der Verkehr mit weniger Autos, die viel weniger Lärm erzeugen, stattfinden wird.
Die geplante Ortsumgehung „B215n“ - eine 3-spurige (!) Bundesstraße, die bereits jetzt schon über 36,3 Mio. Euro kosten soll - wird mehr als 40 ha Natur und landwirtschaftliche Flächen unwiederbringlich vernichten. Vielfältige und seltene Tierarten werden ihren Lebensraum verlieren! Landwirtschaftliche Nutzflächen werden für die Straße planiert. Zahlreiches Wild wird zu Verkehrsopfern werden.
 
 
 
Wie verläuft die aktuelle Diskussion zur Klimakrise vor dem Hintergrund der bestehenden Machtverhältnisse?
Die beiden Gruppen sind sich einig, dass es auf jeden Fall gut ist, die Frage der Notwendigkeit einer solchen Straße im Licht der heutigen Umweltdiskussion aufzugreifen.
Hier können die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner sowie Unterstützerinnen und Unterstützer jetzt handeln. In den nächsten Monaten stehen mehrere Wahlen an, die die Möglichkeit bieten, die politischen Vorstellungen (insbesondere zum Klima und zur Umwelt) einzubringen.

-Juli 2021-

Stellungnahme des BUND Nienburg zur geplanten Bahnumfahrung

BUND Kreisgruppe Nienburg

Stettiner Str. 2a

31582 Nienburg​​​​​​​Nienburg, Februar 2021

 

Bahn Verden – Wunstorf: Blockverdichtung

Stellungnahme der KG Nienburg

Die Deutsche Bahn plant, zwischen Verden und Wunstorf eine deutliche Blockverdichtung, das heißt, die Streckenblöcke, in denen nur ein Zug fahren darf, werden kürzer, so dass mehr Züge in kürzeren Abständen nacheinander fahren können, besonders auch Güterzüge nachts.

Das bedeutet: mehr Lärmbelastung entlang der Strecke

 

Um den zusätzlichen Lärm erträglich zu halten, werden von der Verwaltung der Stadt Nienburg 4 mögliche Varianten vorgestellt.

Nur eine davon darf die Bahn für die Entscheidung im Bundestag vorlegen!

 

1. Gesetzlicher Lärmschutz

Lärmschutzmaßnahmen, die vom Verursacher aufgrund Gesetzeslage durchzuführen sind. Lärmschutzwände nur dort, wo gesetzlich vorgeschrieben und in der Regel zwischen 3 m und 6 m hoch.

Geschätzte Kosten für den Bereich Nienburg: 50 Mio €

 

2. Lärmschutzgalerien

Übergesetzlicher Schallschutz mit bis zu 7 m hohen Lärmschutzwänden mit über das Gleisbett hinausragenden Auskragungen auf einer Länge von 

7,4 km; erreicht nicht den Lärmschutz nach WHO.

Geschätzte Kosten für den Bereich Nienburg: 124 Mio €

 

3. Stahlbeton-Einhausung

In Abschnitten Stahlbeton-Einhausung über der Trasse (11 m breit, 7,5 m hoch), in Nienburg 7,4 km lang. Bestmöglicher Schallschutz für Einwohner.

Geschätzte Kosten für den Bereich Nienburg: 370 Mio €

 

4. Güterumgehungsbahn

Von östlich Nienburg zwischen Nienburg und Langendamm Neubau Abzweig bis Rohrsen. Auch die Strecke nach Minden soll daran angeschlossen werden. Zwischen Erichshagen und Rohrsen soll die Bahntrasse parallel zur neuen Umgehung der B 215 verlaufen. Kräher Weg und Celler Straße würdenper Brücke über die neue Bahnstrecke geführt.

Geschätzte Kosten für den Bereich Nienburg, inkl. Lärmschutzgalerie  auf

5 km plus Wall: 320 Mio €

 

 

Unsere Stellungnahme:

 

Übergesetzlicher Schallschutz meint hier die auch von den Landkreisen Verden und Rotenburg eingeforderte Einhaltung der Schallschutzstandards der WHO.

Den Forderungen der Landkreise Verden und Rotenburg schließen wir uns ausdrücklich an.

 

Die Stadt Nienburg hatte die Pläne für die Bahnumfahrung schon 2018 von der Bahn erhalten, aber erst Anfang 2021 eine Öffentlichkeitsbeteiligung begonnen, diese nur sehr eingeschränkt wegen Schließung des Rathauses (Pandemie). Eine notwendige und auf Öffentlichkeitsbeteiligung beruhende Entscheidungsfindung durch den Stadtrat ist somit nicht gegeben, zumal die Entscheidung bis März 2021 im „Schnellverfahren“ fallen muss.

 

Zu den Varianten 1. und 2.:

 

Diese spielen bei der Variantenentscheidung der Stadt Nienburg keine Rolle mehr, da sie den geforderten übergesetzlichen Schallschutz nach WHO nicht gewährenund die Stadt nur eine der Varianten der Bahn/Bundestag vorschlagen darf.

Daher dazu keine Stellungnahme des BUND.

Zu der Variante 3 (bei der Stadt Nienburg Variante 2):

 

Vorteile:

- Diese Variante der Einhausung erfordert keinen Trassenneubau, damit keine Landschaftszerschneidung, keinen Lärm an anderer Stelle, kein neues Raumordnungsverfahren.

- Übergesetzlicher Lärmschutz für die Anwohner wird erreicht

- Die Kosten sind im Vergleich mit der Variante 4 (Güterumfahrungsstrecke) etwa gleich, wenn nicht geringer (Begründung siehe unten).

- Sie ermöglicht städtebaulich positive Entwicklungen (z.B. gegenüber 

Variante 2 oben): 

o Grünzug mit Fuß-, Fahrradweg auf der Oberfläche (Verbindung der Ortsteile)

o Fotovoltaik an den Seitenwänden und auf kurzen Tunneloberflächen

o Begrünung der Seitenwände, wo erwünscht

o Kunst auf den Seitenwänden, wo erwünscht

 

Nachteile: 

- Hohe Kosten, aber hoher Gewinn für Anwohner (s. oben)

- Gesamter Bahnverkehr bleibt auf der jetzigen Trasse

- Lange Bauzeit mit entspr. Verkehr, Lärm

- Hohe optische Trennung durch Einhausung, wenn nicht begrünt

Zu der Variante 4 (bei der Stadt Nienburg Variante 1):

 

Vorteile:

- Spaltung des Bahn-Verkehrs (Güter hauptsächlich auf Umfahrung)

- Möglichkeit für Nahverkehrsbahnhof in Holtorf

- Kein Bau eines Wendegleises am Bahnhof für Nahverkehr Bremen

- Teilweise Bündelung mit Umgehungsstraße B 215 Nienburg – Rohrsen (siehe dazu Nachteile)

- Gemeinsamer Schallschutz Straße – Bahn bei Erichshagen (siehe dazu Nachteile)

- Weniger Lärm (besonders nachts) im Stadtbereich

- Weniger Baulärm im besiedelten Bereich (außer Rohrsen), Landschaftsverbrauch entlang neuer B 215 bei gleichzeitigem Bau

 

Nachteile:

- Der Gesamt-Bahnverkehrs ist genau so groß wie bei Variante 3, er wird aber auf 2 Trassen verteilt, mit entsprechender Lärmemission.

- Die neue Trasse bedeutet Verbrauch und Zerschneidung von Landschaft:

o Neue Lärmbelastung für Anwohner zwischen Kräher Weg und jetziger Bahntrasse sowie in Erichshagen und Rohrsen

o Zerschneidung des Wohngebiets zwischen Kräher Weg und jetziger Bahn

o Zerstörung wertvoller Biotope mit den Wirkungen auf die dort lebenden Arten:

▪ Östlich Erichshagen, nordwestl. Wald „Die Krähe“: Laut Landschaftsrahmenplan (LRP) „sehr wertvoll“ als Kerngebiet für Biotopverbund

▪ Nördlich jetziger Bahntrasse: Feuchter Wald laut LRP sehr wertvoll als Kerngebiet für Biotopverbund

▪ Südl. Rohrsen: laut LRP sehr wertvolle vielfältig strukturierte Gebiete

o Aufwändiger Landschaftsverbrauch für Brücken für Kräher Weg und B214

- Für die neue Bahnumfahrung wird ein Raumordnungsverfahren benötigt, da sie wesentlich in die Landschaft eingreift und mehrere Kommunen betrifft. Das bedeutet: jahrelanges Verfahren.

- Für die Änderung der Trasse der B 215-Umgehung Erichshagen wird ebenfalls ein neues Raumordnungsverfahren benötigt, denn die im ROV von 2013 festgelegte Trasse wird durch eine neue Anpassung an die Kurvenradien der Bahnumfahrung deutlich verändert. Durch die Bahntrasse würde z.B. ein wesentlich größerer Bereich des naturschutzfachlich sehr wertvollen Teils der „Krähe“ östl. Erichshagen zerstört. Das war aber nicht Gegenstand der Umweltabwägungen im ROV 2013.

Es handelt sich hier nicht um marginale Änderungen des Verlaufs der Straßentrasse. Es ist zu bezweifeln, dass die Straßenbauverwaltung die schon begonnene Planungsphase für den Bau der B 215 auf Jahre hinausschieben wird.

- Im Plan der Stadt Nienburg wird der Lärmschutz bei Bündelung von Straßen- und Bahntrasse so dargestellt, dass auf der Westseite der Straße Lärmschutzgalerien installieret werden sollen, die die Anwohner vor Lärm von beiden Emissionsquellen (Straße und Bahn) schützen sollen.

In den Ausführungen von Bahn und Stadt Nienburg wird aber dargestellt, dass derartige Galerien nicht den übergesetzlichen Lärmschutz erreichen. Daher hatte die Stadt die Variante 2 (Galerien) für Nienburg verworfen. So bleibt für die Bewohner Erichshagens ein erhöhter Lärmpegel erhalten.

- Da im Entwurf der Stadt Nienburg nur von Lärmschutz für die Parallelstrecke Straße-Bahn gesprochen wird, muss man annehmen, dass die Anwohner zwischen Kräher Weg und Bahn sowie in Rohrsen lediglich gesetzlichen Lärmschutz erhalten sollen, d.h. einer neuen Lärmquelle ausgesetzt sind.

- Wenn die Umfahrung kommt, wird es für die Anwohner an der Stadt-Nienburger Trasse keinen übergesetzlichen Lärmschutz geben, also keine Verbesserung der Lärmsituation durch Galerie oder Einhausung.

 

Zu den Kosten:

Die Kosten für die Einhausung werden mit 370 Mio € angegeben.

Für die Umfahrung werden 250 Mio € für den Bau und 70 Mio € für die Lärmschutz-Galerie angegeben.

 

In den von der Stadt Nienburg angegebenen Kosten für die Umfahrung-Variante fehlen:

- Kosten für die Lärmschutz-Galerien für die Bewohner zwischen Kräher Weg und Bahn sowie die Anwohner bei Rohrsen

- Kosten für die Brücken über Kräher Weg und Celler Straße

- Kosten für einen ÖPNV-Bahnhof in Holtorf (30 Mio €)

- Kosten für umfangreiche Kompensations-Pflichten für den Natur-Eingriff

- Kosten für neue Raumordnungsverfahren 

 

Diese Auflistung zeigt, dass die Variante Umfahrung wahrscheinlich deutlich teurer wird als die angegebenen 320 Mio €, wahrscheinlich teurer als die Variante „Einhausung“ auf der bestehenden Trasse, die mit 370 Mio € beziffert wird.

 

Nach Abwägung der oben dargestellten Vor- und Nachteile und der Kosten ist der BUND der Meinung, dass die Varante 3 („Einhausung“) vorzuziehen ist.

Letztendlich muss aber der Stadtrat von Nienburg – im Einvernehmen mit der SG Heemsen - abwägen und entscheiden.

​​​​​​​​i.A.​Lothar Gerner

Jetzt wird auch noch eine Bahnumfahrung in der schönen Natur von Erichshagen-Wölpe, Drakenburg und Rohrsen geplant! Ihr könnt uns helfen, dagegen anzugehen! Wie?
Die Stadt Nienburg hat eine Online-Bürgerbeteiligung gestartet, in der Bürgerinnen und Bürger abstimmen können, welche Maßnahme sie zur Bahnlärmreduzierung am sinnvollsten finden.
Die Variante „Umfahrung“ sieht einen Neubau einer 2-spurigen Bahnstecke direkt an den Orten Erichshagen-Wölpe, Drakenburg und Rohrsen vor. Dabei würden viele Hektar Natur unwiederbringlich vernichtet werden!
Die Varianten „Gesetzlicher Schallschutz“, „Stahlbetoneinhausung“ oder „Lärmschutzgalerien“ sieht Lärmschutz an der vorhandenen Bahnstrecke vor.
Ihr seid auch GEGEN den Neubau dieser zusätzlichen Bahnstrecke, die Mensch und Natur extrem belasten würde?
Dann stimmt für eine der 3 Varianten, die Lärmschutz an der vorhandenen Bahnstrecke vorsieht!

Zusätzliche Bahnlinie im Trassenverbund mit der B215 Ortsumgehung

Entlang der geplanten Trasse der B215n Ortsumgehung wird nun eine Bahn-Güterverkehrstrecke geplant. 
Dadurch werden zukünftig der Ortsteil Erichshagen-Wölpe -sowie die Ortschaften Drakenburg und Rohrsen- von Auto- und Bahnverkehr eingekesselt. 
Eine erhebliche Lärmbelastung ist zu erwarten!
Der Zugang zum Naherholungsgebiet wird erheblich erschwert!


Brief des Erichshagener Naherholungsgebietes an das Christkind

 

Liebes Christkind!

Zunächst einmal möchten wir uns vorstellen. Wir heißen die „Hohe Horst“ und das Landschafts- und Naturschutzgebiet „Krähe“ und befinden uns am Rand des NienburgerOrtsteils „Erichshagen“. Seit jeher dienen wir mit unserer vielfältigen Natur vielen Tieren und Pflanzen eine wertvolle Heimat und leisten mit unseren Feuchtgebieten (Niederungen)einen wertvollen Beitrag für das Klima in dem wir schädliches CO2 binden.
Auch die Menschen mögen mich sehr – sowohl als landwirtschaftliche Nutzfläche als auch als Freizeitgebiet für vielfältige erholsame und sportliche Aktivitäten (z.B. ausdauernde Spaziergänge, Rad fahren oder hoch oben auf dem Rücken der Pferde).

Grundsätzlich geht es uns gut! Sorgen machen wir uns über 50 Jahre alte Planungen für eine neue Umgehungsstraße (B215n), die nun ab dem Jahr 2025 gebaut werden soll und unserÖkosystem empfindlich verletzen wird.

Manche Menschen meinen eine neue Straße wäre die Lösung, um den stetig zunehmenden Straßenverkehr in den Griff zu bekommen. Dabei wäre es doch in Zeiten des Klimawandels angebracht, sich über alternative Verkehrskonzepte Gedanken zu machen und diese zu verfolgen. Warum nicht vorhandene Straßen zur Entlastung hochfrequentierter Gebiete nutzen und mindestens den Schwerlastverkehr darüber umleiten und den öffentlichen Nahverkehr sowie alternative und umweltschonende Konzepte verfolgen, z.B. verkehrsberuhigte Straßen in Verbindung mit einer attraktiven Gestaltung des öffentlichen Nahverkehrs und den Ausbau der Radwege?
Die Menschen, die an den derzeit vielbefahrenen Straßen leben, werden diese weiterhin nutzen. Auch müssen die ansässigen Geschäfte und Supermärkte weiterhin durch LKWs mit Ware versorgt werden. In 90 % der Fälle wird es die erhoffte Entlastung für die Ortsdurchfahrten durch eine neue Umgehungsstraße nicht geben (gem. Studie des Bundesverkehrsministeriums). Aktuelles trauriges Beispiel ist die neu gebaute Nienburger Südumgehung.

Wir wünschen uns so sehr, dass immer mehr Nienburger Bürger und Bürgerinnen erkennen, dass der Bau dieser Umgehungsstraße und die damit verbundene Zerstörung weiterer wertvoller Natur ein großer Fehler ist und dass sie sich gegen dieses Vorhaben aussprechen. Vielleicht kannst du, liebes Christkind den Menschen eine klare Botschaft schicken, damit sie verstehen, dass sie ohne mich – der Natur – nicht überleben können.

Dein Erichshagener Naherholungsgebiet

„Hohe Horst“ und Landschafts- und Naturschutzgebiet „Krähe“

Unser 2. Infopoint am Heemser Weg steht! 
Unterstützt auch Ihr uns! Nehmt Euch dort einen Flyer oder schreibt uns eine e-mail!

Ihr findet uns jetzt auf Instagram! 

Unterstützt uns auf Instagram und kontaktiert uns direkt per e-mail, um uns zu unterstützen!


Bericht aus der Harke am 20.8.20


Bericht aus der Harke am 7.9.2020

Erneutes Treffen mit den GRÜNEN

Am 20.7.2020 wurden wir von Herrn Schmithüsen in das Büro der GRÜNEN eingeladen. Hier konnten wir unsere Fragen, Bedenken und Vorschläge vortragen, die von den GRÜNEN nun auf politischer Ebene weitergetragen werden.

Unser 1. Feldplakat ist fertig!

Unser Kreativteam war fleißig und hat unser erstes Feldplakat entworfen.
So können wir noch mehr BürgerInnen darauf aufmerksam machen, dass unser Naherholungsgebiet durch eine Bundesstraße zerstört werden soll.
Ihr wollt unser Naherholungsgebiet erhalten? Dann unterstützt uns!

Treffen mit der Straßenbaubehörde am 9.7.2020

Die LuNE bespricht sich mit der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, um Antworten auf Detailfragen zur geplanten Trasse der B215n zu bekommen. Unter anderem wurden Fragen zur Verkehrszählung, dem Denkmalstatus der Wölper Burg und Gestaltungsmöglichkeiten der geplanten Trasse gestellt. 
Die Behörde sucht den Kontakt zu BürgerInnen, die sich gegen die geplante Trassenführung wenden, obwohl zum jetzigen Zeitpunkt keine Bürgerbeteiligung vorgesehen ist und bedankt sich für den Termin mit der BI.
Eine starke Bürgerinitiative ist deshalb wichtig, damit die sachlichen Argumente der Betroffenen und interessierten BürgerInnen auch gegen die Planungsbehörden vertreten werden können.
Deshalb brauchen wir Eure Unterstützung!

Am 3.6.20 trafen wir uns mit den GRÜNEN- Politikern Petra Neubauer, Helge Limburg, Peter Schmithüsen und Katja Keul. Alle vier Politiker, die in der Stadt, dem Land und dem Bund vertreten sind, hörten sich unser Anliegen an und baten ihre Unterstützung an.

Wir freuen uns, dass wir immer mehr Unterstützer bekommen. Wie diesem Leserbrief vom 5.6.20 aus „Die Harke“ zu entnehmen ist, unterstützt auch Ulrike Schreiner unsere Ziele.

LuNE Info-Point

Unseren ersten Info-Point findet ihr gegenüber vom „Sportplatz zu den Hülsen“, Erichshagen, an der Pferdewiese.
Nehmt Euch einen Flyer, informiert Euch und unterstützt uns!
Oder schreibt uns hier und jetzt direkt an!

Unsere Flyer sind fertig!

Unsere ersten 1000 Flyer sind gedruckt! 
Ihr möchtet auch einen haben oder mehrere, damit Ihr Eure Freunde und Bekannten informieren könnt?
Dann schreibt uns an!


LuNE stellt geplante B215n dar

LuNe stellt an verschiedenen Stellen in der Natur die geplante Trassenführung der Ortsumgehung B215n dar.
In der lokalen Zeitung „Die Harke“ erschien am 24.4.2020 dazu ein einseitiger Bericht.




„Die Harke“ vom 24.4.2020:


„Große Flächen gehen verloren“

Bürgerinitiative stellt geplante Trassenführung der Ortsumgehung von Erichshagen in der Natur dar VON ARNE HILDEBRANDT
   ERICHSHAGEN-WÖLPE. Die Bürgerinitiative der Bürgerin- nen und Bürger gegen Lärm und für Naturschutz in Erich- shagen (LUNE) hat – wegen der Coronakrise unter Wahrung der gebotenen Sicherheitsabstände – einmal in der Natur den gegenwärtig geplanten Verlauf der Trassenführung der geplanten Ortsumgehung von Erichshagen angedeutet und dies anhand von Fotos verdeutlicht. „Eini- ge Mitglieder der Initiative haben sich entlang dieses Korridors in die Natur gestellt. Immer mit zwei Meter Abstand nebeneinander. Schon an den Ausschnitten auf den Fotos ist deutlich zu erkennen, wie dicht die Trasse der dreispurigen Straße am Dorfkern entlang führen soll“, sagt Andreas Heinecke, Sprecher der Bürgerinitiative.

Wie aus einer Mitteilung der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr von Anfang April hervorging, laufen die Planungen für die Umgehungsstraße trotz der Corona-Krise weiter. „Es ist deshalb wichtig, die Mitbürgerinnen und Mitbürger auf die tatsächlichen geplanten Eingriffe in unsere Natur aufmerksam zu machen. Viele können sich dieses riesige Ausmaß der Naturzerstörung noch gar nicht vorstellen“, betont die Bürgerinitiative in einer Pressemitteilung. 

Die Umgehung, die den Verkehr auf der Verdener Land- straße (B 215) und Celler Straße (B 214) entlasten soll, soll 7,5 Kilometer lang, 15 Meter breit und dreispurig werden: Mitte 2025 soll mit dem Bau der Nordumgehung von Nienburg begonnen werden. Im Herbst 2027 soll die Strecke, die an der B-6-Ab- fahrt Nienburg-Mitte beginnt und bis zur B 215 in Drakenburg führen soll, fertig sein. 28,6 Millionen Euro investiert der Bund in das Projekt.
Auf der Verdener Landstraße (B 215) fahren rund 17 300 Kraftfahrzeuge am Tag (Stand 2015), darunter rund 1200 Lkw. Auf der Celler Straße (B 214) fahren etwa 12 000 Kraft- fahrzeuge am Tag, darunter 900 Lkw. Von den jetzt 29 300 Fahrzeugen auf beiden Straßen (Stand 2015) werden rund 40 Prozent (rund 11 600 Fahrzeuge täglich) die Ortsumgehung nutzen.
Die Trasse steht seit 2005 fest. Sie wurde im Raumordnungsverfahren festgelegt. Die Umgehung soll von der B 6-Abfahrt „Nienburg-Mitte“ bis Rohrsen gebaut werden und östlich von Erichshagen in einem Abstand von 250 bis 300 Metern entlang führen. Nach einer Prognose der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr werden im Jahr 2030 auf der neuen Straße 14 000 Fahrzeuge am Tag fahren. Bei einer zweispuri- gen Ortsumgehung gehen 26,5 Hektar Fläche verloren.

„Seit einiger Zeit schon sind auf Wirtschaftswegen Markierungen angebracht, die die gesamte Breite des Planungskorridors markieren. Es wird so ansatzweise deutlich, wie groß die Fläche sein kann, die unwiederbringlich auch für die nächsten Generationen, die hier leben wollen, verloren ist“, so die Bür- gerinitiative: „Die Bürgerinnen und Bürger sollten auf ihren nächsten Ausflügen in das noch bestehende Naherholungsgebiet auf die Markierungen achten und sich selbst ein Bild von den bevorstehenden Eingriffen in die Natur und den Lebensraum der Menschen und Tiere in Erichshagen machen. Die Bürgerinitiative hofft, dass sich viele Menschen gegen die geplante Trassenführung wenden und das Vorhaben unterstützen, eine Trassenführung zu finden, die für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Natur verträglich ist. Auch wenn persönliche Treffen gegenwärtig nicht möglich sind, so besteht doch die Möglichkeit, sich online für eine akzeptable Streckenführung einzusetzen.“

Die Bürgerinitiative habe jüngst ihre Fragen zum bisherigen Verlauf der Planungen, insbesondere wie überhaupt ein vorrangiger Bedarf errechnet werden konnte, die Forderungen nach einem aktuellen Raumordnungsverfahren und einer akzeptablen Trassenführung an viele Institutionen und Politiker auf verschiedenen Ebenen versandt. „Erste Reaktionen einzelner Politiker unterstützten die Forderungen der Initiative“, heißt es in der Pressemitteilung.

„Die geplante bzw. im Rahmen des Raumordnungsverfahrens beschlossene Trassenführung ist für uns nicht akzeptabel“, betont die Bürgerinitiative in ihrem Schreiben an das Bundesverkehrsministerium sowie an die für den Landkreis zuständigen Bundestagsabgeordneten und Landtagsabgeordneten sowie Kommunalpolitiker des Kreises und der Stadt. In dem Schreiben, das auch ans Niedersächsische Landwirtschaftsministerium und Wirtschaftsministerium sowie an die Nienburger Straßenbaubehörde geschickt wurde, heißt es weiter: „Die Nähe zum angrenzenden Wohnge- biet und des Naherholungs- und Freizeitgebietes ist für uns nicht nachvollziehbar, zumal östlich ihrer Trasse unerschlossenes und nicht urbanes Gelände zur Verfügung steht. Die gewollte zunehmende Beteiligung der Bür-gerinnen und Bürger wird nicht berücksichtigt. 14 Jahre alte Grundlagen werden ein-fach übernommen. 84 Träger öffentlicher Belange bestätigen, es hat sich nichts verändert. Dieser Vorgang ist unglaublich. Es ist in der Gesellschaft ein wesentlicher Unter- schied, ob ich 2006 ankündige, dass ein Plan vorgelegt werden muss, dessen Realisierung unwahrscheinlich ist, oder ich 14 Jahre später behaupte, man habe ja die Möglichkeit der Einwendung gehabt.“

Städtebauliche Veränderungen wie die neu entstandenen Kindertagesstätten im Bereich Mußriede und an der Wölper Straße sowie das dort entstandene Neubaugebiet fänden keine Berücksichtigung. „Die angenommenen verkehrlichen Belastungen sind unrealistisch. Die Emissionsbelastungen umfassen nicht alle Beeinträchtigungen, wie zum Beispiel Auf- und Abfahrten zur Umgehungsstraße und Verkehrsverlagerungen über die Wölper Straße. Darüber hinaus wird zurzeit öffentlich durch die Stadt Nienburg eine Trassennutzung für die Bahn im Güterverkehr in die Diskussion gebracht, die nicht be- rücksichtigt wurde wie auch eine notwendige Entlastung der Hannoverschen Straße mit einer möglichen Anbindung an die neue B 215.

Die Verlegung der Bundesstraße 215 nördlich von Nienburg sei nach dem Beschluss der Bundesregierung vom 3. August 2016 aufgrund des „außerordentlich hohen“ Kosten-Nutzen-Faktors in den vordringlichen Bedarf in- nerhalb des Bundesverkehrs- wegeplanes 2030 eingestuft worden. „Diese Einstufung ist in Zweifel zu ziehen, da bei der Berechnung der Dringlichkeit von einer zweispurigen Straße ausgegangen wurde. In der Planung des Trassenverlaufes geht man aber von einem teilweisen dreispurigen Ausbau aus. Nicht ausreichend berücksichtigt werden zudem die aufgrund der hohen Nachfrage im Bausektor eingetretenen Kostensteigerungen, die auch bei diesem Vorhaben zu deutlichen Mehrkosten führen werden. Dies führt dazu, dass der Kosten-Nutzen-Fak- tor sinkt und damit ein vordringlicher Bedarf nicht gegeben ist.“

Die gesellschaftliche Diskussion bezüglich Verkehr und Klima habe sich, so die Initiative, in den letzten Jahren massiv gewandelt. Die Erkenntnis, dass in Deutschland die Menge des Individualverkehrs ein großes Problem darstellt, scheine mehr und mehr unbestritten. Diese Entwicklungen deuteten bereits jetzt ein massives Umdenken in breiten Bevölkerungsschichten an, die bis zur möglichen Fertigstellung der Straße in 2030 sicher nicht abebben werden. Mehr und bessere Straßen sorgten nicht für weniger Verkehr, eher das Gegenteil sei hier der Fall.“

„Das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens war formal nur fünf Jahre gültig, also bis 2009. Diese überschaubare Gültigkeitsdauer hat sicherlich vom Gesetzgeber eine nachvollziehbare Begründung. Jetzt, in einem kurzen Zeitraum festzustellen, dass man ohnehin zum gleichen Ergebnis kommt wie 2004 und damit die Ausnahmeregelung der Verlängerung der Gültigkeitsdauer des Raumordnungsverfahrens begründet, ist unverständlich und wirkt gegenüber den Erichshagener Bürgerinnen und Bürger als willkommene Möglichkeit, die Öffentlichkeit kein weiteres Mal zu be- teiligen. Die Bürgerinitiative spricht sich entschieden gegen die geplante Trassenführung aus, des Weiteren werden wir eine zusätzliche Emissionsbelastung durch Bahn- und/oder Straßenverkehr nicht akzeptieren. Wir fordern ein erneutes, aktuelles und ergebnisoffenes Raumordnungsverfahren.“

So soll die Umgehung am Sportplatz (links) vorbei laufen.

So soll die Trasse über den Acker an Erichshagen vorbei laufen.

Die Planung der Ortsumgehung B215n schreitet voran

Die Harke vom 3.4.2020

LuNE Informationsveranstaltung 

Am 23.1.2020 veranstaltete die LuNE einen Informationsabend im SBV Sportfunktions-gebäude (Sportplatz zu den Hülsen) Erichshagen. Viele besorgte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit sich zu informieren und sich auszutauschen. Die LuNE findet immer mehr Mitstreiterinnen und Mitstreiter.

Zuschriften

Bürgerinnen und Bürger aus Erichshagen sind schockiert über das Ausmaß der Naturzerstörung durch die geplante Umleitung der B215 (Verdener Landstraße)!
Diese Zuschrift erhielten wir von H.Beermann, 90 Jahre, Landwirt.
Auch Ihr habt Bedenken? Lasst es uns wissen!

LuNE Auftaktveranstaltung

Am 7.11.2019 fand die Auftaktveranstaltung der Bürgerinitiative LuNE im SBV Sportfunktions-gebäude (Sportplatz zu den Hülsen), Erichshagen statt. Viele interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger wollen die LuNE mitgestalten und unterstützen.
Ihr wollt uns auch unterstützen? Dann schreibt uns!

Besorgte Bürgerinnen und Bürger nach Ortsratssitzung

Trotz Einwohnerfragestunde lies die Sitzung des Ortsrates Erichshagen-Wölpe am 11.9.2019 in der Aula der Grundschule am Bach viele Fragen bezüglich der geplanten Ortsumgehung der B215 offen.
Daraufhin beschloss ein kleiner Kreis besorgter 
Bürgerinnen und Bürger die LuNE zu gründen.